Belastungsgrenzen der Erde überschritten

01.02.2015

Eine Studie besagt, dass der Einfluss des Menschen die Umwelt immer stärker belastet. Vier von neun sogenannten "planetaren Grenzen" sind bereits überschritten worden, zeigt ein internationales Team von 18 Wissenschaftern im Fachjournal "Science". Konkret sind das Klimawandel, Biodiversität, Landnutzung und biogeochemische Kreisläufe.

Vor allem der Klimawandel und das Artensterben sind demnach von entscheidender Bedeutung: Werden sie deutlich überschritten, könnte dies das Ökoystem in einen neuen Zustand versetzen, so die Forscher. Vorgestellt werden die Ergebnisse beim World Economic Forum in Davos (21.-25. Jänner), teilt das beteiligte Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) mit.

Insgesamt wurden neun globale Prioritäten im Hinblick auf menschgemachte Umweltänderungen identifiziert, die die Stabilität und Widerstandskraft des Ökosystems bestimmen - also die Wechselwirkungen zwischen Land, Ozeanen, Atmosphäre und Lebewesen. Auch wenn einige Grenzwerte global noch nicht erreicht wurden, ist dies laut den Angaben auf regionaler Ebene zum Teil schon der Fall. Ein Beispiel dafür ist der Wasserverbrauch im Westen der USA sowie in Teilen Südeuropas, Asiens und des Mittleren Ostens.

"Durch das Überschreiten dieser Grenzen erhöht sich das Risiko, dass der Einfluss des Menschen die Erde weniger lebensfreundlich macht, dass Bemühungen zur Armutsbekämpfung beeinträchtigt werden, und dass sich das menschliche Wohlergehen in vielen Teilen der Welt verschlechtern könnte, auch in reichen", sagt Studienleiter Will Steffen vom Stockholm Resilience Centre.

Service: "Science"-Artikel

Quelle: [energynewsmagazine.at]