Kleinwasserkraft

06.10.2014
fordert Riegel vor die marktverzerrende Atomkraftsubventionierung in Europa

11 Cent/kWh für Atomkraftwerk Hinkley Point C - 3,4 Cent/kWh für heimische Kleinwasserkraft

Kleinwasserkraftpräsident Wagner zeigt sich stellvertretend für viele Kleinwasserkraftbetreiber empört über die europäische Energiepolitik und den Einfluss der Atomlobby in Brüssel. "Die alte EU-Kommission mit Wettbewerbskommissar Almunia will noch rasch 11 Cent/kWh, inflationsgesichert auf 35 Jahre, für ein hochgefährliches Atomkraftwerk in Großbritannien als EU-rechtskonform erklären lassen" kritisiert Kleinwasserkraft Präsident Wagner. Die Kleinwasserkraft Österreich, repräsentiert 10% der Stromproduktion in Österreich, behält sich auch rechtliche Schritte, wie eine Klage wegen Wettbewerbsverzerrung, vor.

Die Kleinwasserkraftvertretung fordert, dass endlich Schluss sein müsse mit der Schieflage am Strommarkt durch die Bevorteilung von Atomstrom und fossiler Energie, die dazu führt, dass Kleinwasserkraftwerke derzeit mit einem Marktpreis von 3,4 Cent/kWh ums Überleben kämpfen. Anstatt der skandalösen Subventionierung der gefährlichen Atomenergie braucht es vielmehr einen Ausgleich für die bestehenden Marktverzerrungen in Europa. Ein Mindestpreis von 4-6 Cent/kWh - je nach Anlagengröße - soll einen Teil der Kosten abdecken, die Atomenergie und fossile Energie für die Gesellschaft verursachen aber nicht abgelten. "Damit wäre das finanzielle Überleben und die fortgesetzte Einspeisung von sauberem und ökologischen Strom aus Kleinwasserkraft gesichert!", betont stv. Geschäftsführer Erwin Mayer. "Wenn alle Energieformen keinerlei Subventionen aus dem Budget oder vom Stromkunden bekämen, wäre noch immer gar nichts gut", widerspricht Mayer einem weit verbreiteten Irrtum. Es gilt in einem ersten Schritt die Subventionen für Hinkley Point C als EU-rechtswidrig einzustufen und zu stoppen. In einem zweiten Schritt müssen dann sofort die Versicherungs- und Atommüllentsorgungskosten der Atomenergie angerechnet werden. Erst dann gäbe es einen fairen Markt. Ökostrom, wie auch aus Kleinwasserkraftwerken, bräuchte dann keinerlei zusätzliche Ausgleichsgelder.

"Solange diese beiden Schritte und ein ausreichend hoher CO2-Preis in Europa fehlen, muss ein nationales Mindestpreissystem für sauberen Ökostrom aus Kleinwasserkraft die Fehler der EU-Politik national ausgleichen", resümiert Wagner. Wer das nicht unterstützt, prolongiert die Bevorzugung der Atomenergie in Europa. Österreich hat derzeit einen Stromimportanteil von 40% mit entsprechenden Atomstromimporten aus Europa.

Quelle: (kleinwasserkraft.at)

Rückfragehinweis:

Kleinwasserkraft Österreich
Stv. GF Mag. Erwin MAYER
Tel.: 0664/2700441
e.mayer@kleinwasserkraft.at