Wasserstoff

15.01.2015
Energie der Zukunft

Trend. Der Ausbau von Wasserstoff-Tankstellen wird in den nächsten Jahren stark vorangetrieben. Ausblick

Wasserstoff kann aus einer Fülle natürlicher Ressourcen und Abfallprodukten, wie z. B. Klärschlamm, erzeugt werden. Aber auch aus Wasser mittels Elektrolyse, bei der man erneuerbaren Strom aus Wind-und Solarenergie verwendet. Komprimiert hat Wasserstoff eine höhere Energiedichte als Strom in Batterien, er ist relativ leicht zu speichern und zu transportieren, und erfüllt daher die Erwartungen an eine nachhaltige Mobilität. Langfristig gib es Synergien mit der Strom- und Gasindustrie, da man z. B. Überschussstrom von Windkraftanlagen in Form von Wasserstoff nutzen bzw. auch speichern kann.

   Brennstoffzellenfahrzeuge erzeugen direkt Strom aus Wasserstoff, deshalb sind sie ein wesentliches Element einer wasserstoffbasierten Gesellschaft. Damit tragen sie zu einer weiteren Energiediversifikation bei. Der Mirai, das erste Serienfahrzeug mit Brennstoffzellen-Technologie von Toyota, signalisiert den Beginn eines neuen Fahrzeugzeitalters - noch in diesem Jahr in Japan und 2015 in Europa. Brennstoffzellenfahrzeuge zeichnen sich durch eine sehr hohe Umweltfreundlichkeit - gepaart mit der Reichweite, der Betankungsdauer und einem höherem Fahrvergnügen - im Vergleich zu konventionellen Autos aus. Dieses alternative Antriebskonzept ist seit Jahren ein Forschungsthema der OMV. Bereits im Jahr 2005 gründete der Konzern zusammen mit vielen anderen Partnern das sogenannte HyCentA - Hydrogen Center Austria - an der Technischen Universität Graz.

   Kraftstoff von morgen

Wasserstofffahrzeuge fahren emissionsfrei und das nur durch Wasserdampf, erklärt Walter Böhme, Head of Science & Innovation (OMV Corporate) den Vorgang: "Es findet keine klassische Verbrennung statt, sondern ein Elektronenaustausch. Dabei reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff und eine Brennstoffzelle wandelt die Energie direkt in elektrischen Strom um. Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzellen haben zudem eine größere Reichweite als batteriebetriebenen Elektroautos." Somit sei Wasserstoff in Kombination mit einer Brennstoffzelle wichtige Mobilitätstechnologie der Zukunft. "Null-Emissionen bei dieser Leistung, das schafft keine andere Technologie."

   Natürliche Ressourcen

Mit seinen Eigenschaften passt Wasserstoff als erneuerbare Energie der zweiten Generation ideal in das Resourcefulness-Konzept des Unternehmens, das auf einem schonenden Umgang mit der Umwelt und natürlichen Ressourcen basiert. Heute wird Wasserstoff überwiegend aus Erdgas oder dem Aufbrechen von Kohlenstoffen hergestellt - beides Rohstoffe, mit denen die OMV bestens vertraut ist.

   Der Trend zum Ausbau von Wasserstofftankstellen wächst aber auch europaweit. So hat sich in Deutschland eine Kooperation aus relevanten Automobilherstellern, darunter Daimler-Benz, Opel, Hyundai und Toyota, sowie führenden Mineralölgesellschaften, allen voran die OMV, gebildet, um der Wasserstoff-Technologie zum endgültigen Durchbruch zu verhelfen.

Quelle: [energynewsmagazine.at]